9 Stufen der Social Media Mündigkeit und der Einfluss auf Employee Advocacy

Wer bereits ein Employee Advocacy Tool in einem Unternehmen einführen durfte, kennt das Problem: Mitarbeiter nehmen das Tool unterschiedlich auf.

  • Wenige Mitarbeiter entpuppen sich schnell als enthusiastische Nutzer des Tools.
  • Viele Mitarbeiter lassen sich Zeit, um das Tools regelmässig zu nutzen.
  • Und einige Mitarbeiter nutzen das Tool grundsätzlich nicht.

Ein Faktor, der dieses unterschiedliche Verhalten (mit-)erklären kann, ist die unterschiedlich weit entwickelte Social Media Mündigkeit der Mitarbeiter. Das Unternehmen Tribal Impact unterscheidet zwischen 9 Stufen der Social Media Mündigkeit.

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9 Stufen der Social Media Mündigkeit

Einfach ausgedrückt illustriert die abgebildete Grafik folgendes: Je aktiver ein Mitarbeiter auf Social Media Plattformen ist und je grösser dabei sein Netzwerk ist, desto grösser ist seine Reife bei der Nutzung von Social Media. Dabei gilt es zu beachten, dass Mitarbeiter Verhalten mehrerer Stufen aufweisen können. Die unterschiedlichen Verhaltensweisen der einzelnen Stufen sind in einem Blogartikel von Tribal Impact anschaulich beschrieben.

Und was hat dies mit der Einführung von Employee Advocacy Programmen zu tun? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Wer es schafft, die Mitarbeiter den einzelnen Stufen zuzuordnen, weiss

  • wer vom Start weg ein Employee Advocacy Tool nutzen wird,
  • wer nach erfolgreicher Einführung das Tool ebenfalls nutzen wird und
  • wer auf die Nutzung des Tools von vornherein verzichten wird.

Dieses Wissen ist von Vorteil, um in jeder Phase der Einführung die richtigen Mitarbeiter zu involvieren!

Employee Advocacy: Zwei Tipps für erfolgreiches Onboarding

Der Erfolg von Employee Advocacy Programmen hängt massgeblich vom Onboarding der Mitarbeiter ab.

Im letzten Smarp Talk des Unternehmens Smarp gab Expertin Sarah Goodall, Gründerin von Tribal Impact,  zwei wertvolle Tipps, um das Onboarding der Mitarbeiter erfolgreich zu begleiten:

  1. Konsequenter Fokus auf die Mitarbeiter mit dem Ziel diese zu befähigen.
  2. Systematische Analyse der veröffentlichten und geteilten Links mit dem Ziel des Erfolgsnachweises.

Der ganze SmarpTalk „How to Onboard Employees into Employee Advocacy with Sarah Goodall“ mit vielen weiteren Tipps und Tricks kann unter dem folgenden Link nachgehört werden: https://soundcloud.com/user-553492795/smarp-talk-employee-advocacy-how-to-get-your-employees-onboard-with-sarah-goodall

Employee Advocacy: Mit Gamification zum Erfolg

Unter Gamification wird die Anwendung spieltypischer Elemente in einem eigentlich spielfremden Kontext verstanden.

Ob alt oder jung: Menschen lieben es zu spielen. Der Spass während des Spiels und der Ausblick auf einen Gewinn, lässt uns regelmässig an Spielen teilnehmen. Dieses Verhalten gewinnbringend für Unternehmen zu nutzen, ist Ziel von Gamification. Unter dem Begriff „Gamification“ wird folglich die Anwendung spieltypischer Elemente in einem eigentlich spielfremden Kontext verstanden.

Bei Employee Advocacy Tools gehören Gamification-Elemente, beispielsweise eine Rangliste der aktivsten Mitarbeiter, zum Standardprogramm. Immer mit dem Ziel, das Teilen von Inhalten spielerisch zu steigern.

Smarp, eine Lösung aus Finnland, geht einen Schritt weiter und hat dafür vor Kurzem den SmarpScore eingeführt.

SmarpScoregraph

SmarpScore (Smarp)

Der SmarpScore, eine Zahl zwischen 1-100, ist gemäss Aussage Seitens Smarp der erste „Professional Influencer Index“. Er misst den professionellen Einfluss der Mitarbeiter über die verschiedenen Social Media Netzwerke hinweg. Je höher der Einfluss eines Mitarbeiters, desto höher der SmarpScore. Die Kennzahl wertet dabei Qualität höher wie Quantität. Das heisst insbesondere Beiträge mit hohem Engagement und vielen Reaktionen verbessern den SmarpScore. Roope Heinilä, Co-Founder und CEO von Smarp, erklärt warum:

„One of the biggest issues with gamified Employee Advocacy programs has been their focus on quantity instead of quality. SmarpScore changes this dynamic completely by putting the emphasis on influence, instead of the amount of activity. We see this as a major step towards achieving our goal of inspiring all professionals to become influencers“.

Mit dem SmarpScore bietet Smarp neu seinen Kunden ein spannendes Gamification-Element an, welches hoffentlich dazu Beiträgt, dass die Nutzung der Plattform steigt und Employee Advocacy Projekte zu einem Erfolg werden.

SuisseEMEX 2016

Erkenntnisse von der SuisseEMEX 2016

Am 30. und 31. August 2016 fand die SuisseEMEX in der Messe Zürich statt. Ich war am zweiten Messetag anwesend. Obwohl die Zeit für Marketing- und Kommunikationsfachleute spannender denn je ist (Stichwort Digitalisierung), fehlten ein wenig die inspirierenden Wow-Momente. Nichtsdestotrotz konnte ich spannende Erkenntnisse aus den Referaten mitnehmen. Diese Erkenntnisse möchte ich hier in kompakter Form weitergeben.

Entfesseln Sie Ihr Marketing – Digitale Transformation im Marketing

Referent: Andreas Helios, Adobe

Unternehmen haben heutzutage mehr Gelegenheiten denn je, um in Kontakt mit Kunden zu kommen und Erlebnisse zu schaffen. Die technologischen Möglichkeiten müssen genutzt werden, um diese digitalen Erlebnisse noch besser zu gestalten. Dabei gilt folgende Grundregel für die Kommunikation: Inhalt, Kanal und Kontext müssen übereinstimmen.

Wie auch an anderer Stelle bereits prognostiziert, ist die klassische „Customer Journey“ tot. Dies hat grundsätzliche Auswirkungen auf das Management von Kundenbeziehungen und -kontakten. Ziel muss der Aufbau einer „Connected Customer Experience“ sein: persönlich, relevant, in Echtzeit und überall.

Marketing-Generation 2020: Wer langweilt, fliegt raus

Referentin: Katja Hofmann, KMU – kreative Marketingunterstützung

Drei Trends tauchen am Marketing-Horizont auf:

  1. Kunden erwarten eine individuelle und personalisierte Ansprache.
  2. Unternehmen müssen in Zukunft als Identifikationsstifter auftreten.
  3. Um als Unternehmen aufzufallen, gilt es „merk-würdig“ zu sein.

Entscheidend könnte der Umgang mit Trend Nummer zwei sein, also die Positionierung von Unternehmen als Sinn-stiftende Institutionen. Wer hier Hilfe sucht, der findet Rat bei Simon Sinek.

Zukünftig erfolgreiche Unternehmen, setzen alle Kräfte ein, um mit diesen Herausforderungen umzugehen. Das heisst, alle Mitarbeiter miteinzubeziehen. Denn gute Ideen sind nicht per se reglementiert auf die Führungsetage.

Grow your business exponentially with personal branding and social media sales funnels

Referentin: Sigrun Gudjonsdottir, Sigrun GmbH

Social Media ist für KMU ein spannendes Marketing-Instrument. Dabei führt ein Weg über den Aufbau eines „Personal Brands“. Frei nach dem Motto: „Turn passion into profit.“

Ein strategischer Ansatz für den Aufbau eines „Personal Brands“ liefert das Konzept des „Social Media Sales Funnels“. Folgender Weg kann dabei abgeschritten werden:

  1. Nutzung von Social Media und Aufbau von Reichweite;
  2. Erstellung von relevanten Inhalten und Distribution über Social Media;
  3. Aufbau einer Landing-Page als Hub und zur Sammlung von Kontaktdaten (E-Mail-Adressen);
  4. Nutzung von E-Mail-Marketing für den Aufbau von tiefergehenden Beziehungen und das Heranführen von potentiellen Kunden;
  5. Aufbau von Sales-Pages;
  6. Verkauf des Produktes und Abschluss.

Und ein Ratschlag zum Schluss: Der Aufbau eines „Personal Brands“ via Social Media geht einfacher von der Hand, wenn man Social Media gegenüber aufgeschlossen ist. Oder in den Worten von Sigrun Gudjonsdottir:

„It helps if you like being on Social Media.“

YouTube rockt: 5 Strategien für Video-Content

Referent: Christian Mossner, Canon

Eine erfolgreiche Nutzung von YouTube steht und fällt mit der Produktion von guten und Mehrwert stiftenden Videos. Christian Mossner kennt dafür fünf Erfolgsfaktoren:

  1. Die Story – Dramaturgie, Storytelling und menschliche Kommunikation.
  2. Die Auftrittskompetenz – Anrede, Anliegen, Argumente, Aufforderung und Abschluss.
  3. Die technische Umsetzung.
  4. Die crossmediale Publikation.
  5. Der Wille zum Erfolg – üben, üben, üben.

Vier Dimensionen digitaler Maturität

Digitalisierung ist in aller Munde und entwickelte sich in den letzten Monaten zum neuen Buzzword. Was – teilweise zu Recht – sauer aufstösst. Aber hinter fast jedem Buzzword stecken interessante Fragen, auf welche Unternehmen eine Antwort finden müssen.

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Was im Zusammenhang mit Digitalisierung besonders interessiert, ist folgendes: Der Umgang von Unternehmen mit den Aufgaben, welche die Digitalisierung an die Transformation von Unternehmen stellt. Dabei geht es im Kern darum, als Unternehmen digital erwachsen zu werden. Also ein vorübergehendes Endstadium an digitaler Maturität zu erreichen.

Forrester – ein Unternehmen, das Marktforschungsergebnisse und Analysen über die Informationstechnologie anbietet – definiert digitale Maturität über vier Dimensionen.

Dimension 1: Kultur

  • Wie geht man als Unternehmen digitale Innovationen an und befähigt Mitarbeiter?

Dimension 2: Technologie

  • Wie steigert man als Unternehmen Nutzung und Adaptionsrate neuer Technologien?

Dimension 3: Organisation

  • Wie sichert man als Unternehmen die unternehmensweite Unterstützung für digitale Strategie, Governance und Umsetzung?

Dimension 4: Erkenntnisse

  • Wie verbessert man als Unternehmen die Nutzung von Daten, um den Erfolg zu messen und die Strategie anzupassen?

Nur Unternehmen, welche auf die Fragen aller vier Dimensionen die richtigen Antworten haben, meistern die digitale Transformation erfolgreich. Und dann wird aus einem Buzzword eine Entwicklung mit positiver Wirkung auf das Unternehmen.