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Employee Advocacy: Mitarbeiter als Botschafter Teil 2

Im Beitrag „Employee Advocacy: Mitarbeiter als Botschafter“ vom Oktober 2015 wurde das Konzept der Employee Advocacy vorgestellt und auf spannende Tools für die Umsetzung hingewiesen.

Das Konzept der Employee Advocacy beschreibt die Bewerbung eines Unternehmens durch die Mitarbeiter.

Wie dies im Umfeld digitaler Marketing- und Kommunikationskonzepte normal ist, entwickelt sich auch die Tool-Landschaft im Bereich Employee Advocacy konstant weiter. Deshalb lohnt sich mehr als eineinhalb Jahre später ein Blick auf die im Artikel genannten Tools sowie neue Anbieter.

Die vier im ersten Beitrag genannten Tools Dynamic Signal, Hootsuite Amplify, Smarp und SoAmpli sind weiterhin aktiv. Weitere spannende Tools sind LinkedIn Elevate, Oktopost, Bambu, EveryoneSocial und Sociabble.

LinkedIn Elevate

Der grosse Vorteil von LinkedIn Elevate dürfte auf den ersten Blick ersichtlich sein: Es baut auf dem weltweit grössten Netzwerk zur Pflege von Geschäftskontakten auf. Und ist daher so nah wie möglich an den relevanten Zielgruppen. Mit der Elevate-Erweiterung positioniert sich LinkedIn erfolgreich im Employee Advocacy Umfeld und ermöglicht es Firmen ihre Mitarbeiter bei der Publikation von Qualitätsinhalten einzuspannen.

Oktopost

Oktopost ist ein bekanntes Social Media Management Tool für B2B-Unternehmen, welches unter anderem mit einer einfachen Oberfläche überzeugen kann. Durch die Erweiterung der Plattform mit Employee Advocacy Funktionalitäten eignet es sich bestens für bestehende Oktopost Kunden.

Bambu

Ähnliche Vorteile kann Bambu vorweisen: Es ist Teil von Sprout Social. Auch dieses Tool gibt Mitarbeitern ein tolles Werkzeug an die Hand, um Unternehmensinhalte auf einfache Weise in den eigenen Netzwerken zu veröffentlichen. Das Tool verfügt über ausgeklügelte Funktionalitäten für Administratoren, wie beispielsweise der Möglichkeit Beiträge mit Start- und Enddaten zu versehen. Zudem ermöglicht das Dashboard einen schnellen Überblick über die besten und damit teilenswertesten Beiträge.

EveryoneSocial

Die Lösung von EveryoneSocial ist insofern spannend, da sie sich sehr stark auf einzelne Teams und deren Mitglieder konzentriert. Dadurch soll die Garantie, dass Inhalte für die Mitarbeiter interessant sind abgesichert werden. Was wiederum die Aktivität auf der Plattform positiv beeinflusst.

Sociabble

Sociabble positioniert sich in der Employee Advocacy Landschaft als Tool, welches mehr als nur eine technologische Lösung anbietet. Die Kunden werden über unterschiedliche Dienstleistungen eng begleitet, was den Erfolg erhöhen soll.

Strategie Sociabble

Launchplan von Sociabble

Dass dies ein wesentliches Element erfolgreicher Employee Advocacy Programme ist, wurde auf diesem Blog bereits mehrfach beschrieben:

Eine Übersicht an Employee Adocacy Tools bietet G2Crowd.

9 Stufen der Social Media Mündigkeit und der Einfluss auf Employee Advocacy

Wer bereits ein Employee Advocacy Tool in einem Unternehmen einführen durfte, kennt das Problem: Mitarbeiter nehmen das Tool unterschiedlich auf.

  • Wenige Mitarbeiter entpuppen sich schnell als enthusiastische Nutzer des Tools.
  • Viele Mitarbeiter lassen sich Zeit, um das Tools regelmässig zu nutzen.
  • Und einige Mitarbeiter nutzen das Tool grundsätzlich nicht.

Ein Faktor, der dieses unterschiedliche Verhalten (mit-)erklären kann, ist die unterschiedlich weit entwickelte Social Media Mündigkeit der Mitarbeiter. Das Unternehmen Tribal Impact unterscheidet zwischen 9 Stufen der Social Media Mündigkeit.

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9 Stufen der Social Media Mündigkeit

Einfach ausgedrückt illustriert die abgebildete Grafik folgendes: Je aktiver ein Mitarbeiter auf Social Media Plattformen ist und je grösser dabei sein Netzwerk ist, desto grösser ist seine Reife bei der Nutzung von Social Media. Dabei gilt es zu beachten, dass Mitarbeiter Verhalten mehrerer Stufen aufweisen können. Die unterschiedlichen Verhaltensweisen der einzelnen Stufen sind in einem Blogartikel von Tribal Impact anschaulich beschrieben.

Und was hat dies mit der Einführung von Employee Advocacy Programmen zu tun? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Wer es schafft, die Mitarbeiter den einzelnen Stufen zuzuordnen, weiss

  • wer vom Start weg ein Employee Advocacy Tool nutzen wird,
  • wer nach erfolgreicher Einführung das Tool ebenfalls nutzen wird und
  • wer auf die Nutzung des Tools von vornherein verzichten wird.

Dieses Wissen ist von Vorteil, um in jeder Phase der Einführung die richtigen Mitarbeiter zu involvieren!

Employee Advocacy: Zwei Tipps für erfolgreiches Onboarding

Der Erfolg von Employee Advocacy Programmen hängt massgeblich vom Onboarding der Mitarbeiter ab.

Im letzten Smarp Talk des Unternehmens Smarp gab Expertin Sarah Goodall, Gründerin von Tribal Impact,  zwei wertvolle Tipps, um das Onboarding der Mitarbeiter erfolgreich zu begleiten:

  1. Konsequenter Fokus auf die Mitarbeiter mit dem Ziel diese zu befähigen.
  2. Systematische Analyse der veröffentlichten und geteilten Links mit dem Ziel des Erfolgsnachweises.

Der ganze SmarpTalk „How to Onboard Employees into Employee Advocacy with Sarah Goodall“ mit vielen weiteren Tipps und Tricks kann unter dem folgenden Link nachgehört werden: https://soundcloud.com/user-553492795/smarp-talk-employee-advocacy-how-to-get-your-employees-onboard-with-sarah-goodall

Employee Advocacy: Mit Gamification zum Erfolg

Unter Gamification wird die Anwendung spieltypischer Elemente in einem eigentlich spielfremden Kontext verstanden.

Ob alt oder jung: Menschen lieben es zu spielen. Der Spass während des Spiels und der Ausblick auf einen Gewinn, lässt uns regelmässig an Spielen teilnehmen. Dieses Verhalten gewinnbringend für Unternehmen zu nutzen, ist Ziel von Gamification. Unter dem Begriff „Gamification“ wird folglich die Anwendung spieltypischer Elemente in einem eigentlich spielfremden Kontext verstanden.

Bei Employee Advocacy Tools gehören Gamification-Elemente, beispielsweise eine Rangliste der aktivsten Mitarbeiter, zum Standardprogramm. Immer mit dem Ziel, das Teilen von Inhalten spielerisch zu steigern.

Smarp, eine Lösung aus Finnland, geht einen Schritt weiter und hat dafür vor Kurzem den SmarpScore eingeführt.

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SmarpScore (Smarp)

Der SmarpScore, eine Zahl zwischen 1-100, ist gemäss Aussage Seitens Smarp der erste „Professional Influencer Index“. Er misst den professionellen Einfluss der Mitarbeiter über die verschiedenen Social Media Netzwerke hinweg. Je höher der Einfluss eines Mitarbeiters, desto höher der SmarpScore. Die Kennzahl wertet dabei Qualität höher wie Quantität. Das heisst insbesondere Beiträge mit hohem Engagement und vielen Reaktionen verbessern den SmarpScore. Roope Heinilä, Co-Founder und CEO von Smarp, erklärt warum:

„One of the biggest issues with gamified Employee Advocacy programs has been their focus on quantity instead of quality. SmarpScore changes this dynamic completely by putting the emphasis on influence, instead of the amount of activity. We see this as a major step towards achieving our goal of inspiring all professionals to become influencers“.

Mit dem SmarpScore bietet Smarp neu seinen Kunden ein spannendes Gamification-Element an, welches hoffentlich dazu Beiträgt, dass die Nutzung der Plattform steigt und Employee Advocacy Projekte zu einem Erfolg werden.

Employee Advocacy: In fünf Schritten zum Erfolg

Egal wie gut Marketing- und PR-Teams arbeiten, es gibt zeitliche und finanzielle Grenzen was die Betreuung von Social Media angeht. Employee Advocacy ist eine grossartige Möglichkeit für Unternehmen, ein breites Publikum mit authentischen Botschaften zu erreichen. Davon profitiert die Produktivität der Teams. Das Engagement der Anspruchsgruppen sowie die Effektivität der Verkaufsteams erhöhen sich. Employee Advocacy ist somit ein Schlüssel für Kommunikation mit Wirkung.

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Employee Advocacy: Ein Schlüssel für Kommunikation mit Wirkung

In fünf Schritten zur Employee Advocacy

1. Ziele und KPIs definieren

Ob Generierung von Leads, Steigerung der Conversion Rate oder Kundenbindung: Erfolgsorientierte Marketing-Teams arbeiten bereits heute mit KPIs. Bei Social-Selling-Programmen wie Employee Advocacy macht es Sinn, diese KPIs aufzunehmen und in die Erfolgsmessung zu integrieren. Entscheidend ist, dass die involvierten Mitarbeiter sowohl Ziele als auch KPIs kennen und verstehen. Egal welche KPIs schlussendlich ausgewählt werden.

Erfolgreich ist Employee Advocacy, wenn die Mitarbeiter des Unternehmens motiviert sind und die Unternehmenskultur das Teilen von Informationen unterstützt. Die definierten KPIs sollten Teil der persönlichen Ziele und Erfolgsmessung der Mitarbeiter sein.

„By incorporating social media engagement in the objective goals for each worker, your company can remove the walls between personal time and on-the-clock time for your employees. Social sharing needs to become a normal, accepted part of each participant’s work day.“

(Dynamic Signal)

2. Mitarbeiter identifizieren und involvieren

Am vielversprechendsten ist es Mitarbeiter, welche Social Media und die entsprechenden Plattformen bereits privat nutzen, zu identifizieren und in einer ersten Phase zu involvieren. Idealerweise handelt es sich um Mitarbeiter, die bereits in der Vergangenheit Inhalte des Unternehmens geteilt haben. Der Vorteil: Diesen Mitarbeitern muss der Nutzen von Social Media sowie von Employee Advocacy nicht mehr erklärt werden.

Bei der Rekrutierung sollte der Fokus darauf liegen, den Mitarbeitern die Mehrwerte aufzuzeigen. Dies kann beispielsweise die Erhöhung der eigenen Präsenz auf einer spezifischen Social Media Plattform sein. Oder die Stärkung des Personal Brands generell. Mitarbeiter können auch mit folgender Frage motiviert werden: Wie würdest du dich verhalten, wenn das Unternehmen dein eigenes Start-up wäre? In diesem Fall wäre die Antwort meistens klar, denn das Teilen von Unternehmensinhalten ist ein logisches Element für den Aufbau der Marktpräsenz.

Es macht Sinn, bereits während oder kurz nach der Einführung einige Mitarbeiter als Champions zu küren und gemeinsam mit diesen Employee Advocacy im Unternehmen voranzutreiben. Aber Achtung: Nicht alle Mitarbeiter eignen sich als Champions; dies zeigt die nächste Grafik.

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Mitarbeiter-Typologie nach Weber Shandwick

(Weber Shandwick)

3. Auf Aktivitäten und Engagement fokussieren

Bereits im Vorfeld sollte ein Toolkit mit Massnahmen definiert werden, um die Teilnahme der Mitarbeiter zu fördern. Insbesondere zu Beginn, aber nicht nur, muss das Sharing der Inhalte den Mitarbeitern extrem viel Mehrwert liefern. Hier eignen sich beispielsweise spezielle Coupons, welche nur Mitarbeiter über ihre Netzwerke teilen dürfen.

Eine erfolgreiche Employee-Advocacy-Initiative beginnt damit, die Mitarbeiter zu schulen. Die Regelmässigkeit der Schulungen ist dabei entscheidend. In grösseren Unternehmen können interne Experten als Trainer genutzt werden.

Mitarbeiter teilen Unternehmensinhalte in ihren Netzwerken, wenn dies einfach von der Hand geht. Nicht jeder Mitarbeiter ist ein Kommunikationsexperte. Diesem Fakt muss Rechnung getragen werden.

„Large enterprises tend to have expert communicators who are already trained in social media engagement, and these individuals can assist in setting guidelines to train their less-experiences colleagues.“

(Dynamic Signal)

4. Early Adopter erkennen und belohnen

Wichtig: Die Kontrolle für die geteilten Inhalte liegt immer bei den Mitarbeitern. Ebenso verfügen Mitarbeiter über kreativen Spielraum, was die einzelnen Inhalte betrifft, die sie teilen. Diese Freiheit ist ein wichtiger Teil im Erfolgspuzzle. Als Unternehmen muss man sich bewusst sein, dass man die Inhalte nicht 1:1 diktieren kann. Unternehmen haben lediglich die Möglichkeit Inhalte zu kuratieren und als Sparring-Partner aufzutreten. Das sollte auch genutzt werden.

Der regelmässige Austausch mit Early Adoptern ist wichtig. Sie können wichtige Hinweise geben, wie die Initiative im Unternehmen angenommen wird. Es ist aber auch wichtig, Early Adopter auf die eine oder andere Weise für ihre Bemühungen zu belohnen. Eine Möglichkeit ist, ihnen spannende Neuheiten zuerst zur Verfügung zu stellen.

Die grösste Motivation ziehen Early Adopter aus immateriellem Nutzen – zum Beispiel Wertschätzung durch das Unternehmen. Deshalb müssen die Bemühungen der Mitarbeiter honoriert werden. Hat beispielsweise ein Early Adopter einen eigenen Blog, sollte das Unternehmen von Zeit zu Zeit auch Inhalte des Mitarbeiters teilen. So profitieren Mitarbeiter und Unternehmen gegenseitig voneinander. Natürlich können auch Gamification-Elemente genutzt werden, um kleine Wettbewerbe unter den Mitarbeitern zu veranstalten. Alle gängigen Tools bieten solche Elemente an.

5. Aktivitäten analysieren und verbessern

Wie jede Marketing-Kampagne müssen Programme im Bereich Employee Advocacy gemessen, analysiert und regelmässig adaptiert werden. Um die aktivsten Mitarbeiter zu belohnen, muss ein Unternehmen wissen, inwieweit sich Reichweite, Leads oder Verkäufe durch den Einsatz der Mitarbeiter erhöht haben. Diese Daten können zudem genutzt werden, um den Erfolg vom Employee Advocacy gegenüber Mitarbeitern der C-Suite zu demonstrieren!

Social Media Plattformen wurden zu wichtigen Elementen für Kunden, um sich zu informieren. Wichtige Informationen kommen jedoch nicht immer bei den Kunden an. Die Erfolgschancen sind höher, wenn Mitarbeiter helfen, die Inhalte zu verbreiten:

„77 percent of consumers are more likely to buy a product when they hear about it from friends and family.“

(Dynamic Signal)

Deshalb gilt: Employee Advocacy wird in Zukunft ein wichtiger Schlüssel für eine Kommunikation mit Wirkung sein.

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In fünf Schritten zum Employee-Advocacy-Programm

(Dynamic Signal)

tltr: Mit fünf einfachen Schritten kann ein Employee-Advocacy-Programm gestartet werden.

Transparenz: Dieser Artikel ist eine Zusammenfasung des E-Books „5 Steps to Launching an Employee Advocacy Program“ von Dynamic Signal.

2015 im Rückblick: Lesestoff für den Jahresbeginn

Für alle, die sich mit digitalen Themen beschäftigen, war 2015 ein spannendes Jahr. Davon profitiert auch dieser Blog. Denn die Themen gehen so schnell nicht aus.

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Um die ruhigen Tage zu Beginn des Jahres nutzen zu können, sind hier noch einmal die fünf meistgelesenen Beiträge aus dem letzten Jahr zusammengestellt:

  1. “Employee Advocacy”: Mitarbeiter als Botschafter
  2. Monitoring: Neuer Tool Report von Goldbach Interactive
  3. Verhaltensökonomie: Learnings für Marktforschung und Marketing
  4. Employee Advocacy: Handlungsbedarf für die Kommunikation
  5. Social Media: Der Weg zur Social Company

Auch die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt. Daraus geht hervor, dass ein Cable Car in San Francisco knapp 20 Fahrten benötigen würde, um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren. Ein Dank geht deshalb an alle Leser dieses Blogs. Auf ein spannendes 2016…! 

Employee Advocacy: Handlungsbedarf für die Kommunikation

Von Employee Advocacy Initiativen profitieren alle beteiligten Parteien: Einerseits stärken Mitarbeiter ihren „Personal Brand“; andererseits können Unternehmen die zusätzliche Reichweite für sich nutzen. Dass dies keine leeren Versprechen sind, zeigen die folgenden zehn Statistiken.

Von Employee Advocacy profitieren alle Abteilungen eines Unternehmens

  • Unternehmen, welchen es gelingt, Mitarbeiter zu Botschaftern zu machen, haben einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Sie arbeiten bis zu 202% erfolgreicher (Quelle: MSLGroup).
  • CEO’s, welche auf Social Media Plattformen aktiv sind, können den Geschäftsverlauf positiv beeinflussen. 77% der Kunden sind dann eher bereit, Produkte zu kaufen (Quelle: MSLGroup).
  • Kunden vertrauen Mitarbeitern drei Mal mehr wie dem CEO (Quelle: Edelman). Dementsprechend ist es wichtig, dass Employee Advocacy Initiativen alle Mitarbeiter involvieren.
  • Die Reichweite kommunizierter Inhalte profitiert durch Employee Advocacy Initiativen ebenfalls. Warum, zeigt folgender Wert: Von Mitarbeitern geteilte Inhalte haben eine um 561% höhere Reichweite (Quelle: MSLGroup).
  • Diese Reichweite hat zudem eine gute Qualität. Inhalte, die von Mitarbeitern in ihren eigenen Netzwerken geteilt werden, erhalten acht Mal mehr Interaktionen (Quelle: SocialMediaToday).
  • Auch folgender Fakt ist spannend: 92% der Twitter-Follower kennen den Arbeitgeber des Twitter nutzenden Mitarbeiters nicht (Quelle: Cisco).
  • Employee Advocacy Initiativen unterstützen den Verkauf: 78% der Verkaufsmitarbeiter, die Social Media nutzen, übertreffen ihre Peers (Quelle: Forbes).
  • 84% der Entscheidungsträger im B2B-Umfeld beginnen den Kaufprozess mit einer Empfehlung (Quelle: Sales Benchmark Index).
  • Zudem ist die Conversion-Rate bei Leads, die über Mitarbeiter kommen, sieben Mal höher als bei herkömmlichen Leads. Die Kosten verringern sich um 13% (Quelle: IBM und Dynamic Signal).
  • Und zu guter Letzt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter dem Unternehmen erhalten bleiben steigt mit erfolgreichen Employee Advocacy Initiativen um 20% (Quelle: Altimeter).

Employee Advocacy funktioniert nur mit motivierten Mitarbeitern

Employee Advocacy Initiativen sind spannend. Sie funktionieren jedoch nicht ohne Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber. Diese Verbundenheit zum Unternehmen ist die Grundlage für Employee Advocacy. Das „Engagement“ der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Erfolg. „Engagement“ kann dabei wie folgt definiert werden:

„Gallup defines engaged employees as those who are involved in, enthusiastic about and committed to their work and workplace.“

(Gallup)

Man spricht deshalb auf Englisch auch von „engaged employees“.

Unternehmen erreichen die Mitarbeiter nicht – es fehlt an Verbundenheit

Lediglich ein Drittel der Mitarbeiter bezeichnet sich gemäss einer Gallup Studie als „engaged employee“. Keine gute Ausgangslage für Employee Advocacy Initiativen. Denn zwei Drittel der Mitarbeiter sind keine „engaged employees“.

Zweifellos besteht Handlungsbedarf: Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Mitarbeitern muss sich ändern, sich besser an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen, die Mitarbeiter besser abholen. Denn Potential ist vorhanden: Rund die Hälfte der Mitarbeiter nutzt Social Media privat. Jedoch nur ein Drittel tut dies geschäftlich. Hier besteht eine Lücke, welche angegangen werden muss. Dass viele Mitarbeiter gerne Botschafter des Unternehmens wären, hilft bei diesem Vorhaben. Zwei Drittel der Mitarbeiter sind gemäss einer Studie von Mindshare und Dynamic Signal sogar der Meinung, bereits als Botschafter für ihr Unternehmen aufzutreten.

Die interne Kommunikation muss sich an der Mediennutzung im privaten Umfeld orientieren

Die erwähnte Studie zeigt auch, wie Mitarbeiter an Informationen gelangen. Hier wird es spannend. Im Geschäft sieht der Informationsfluss wie folgt aus: 48% der Informationen erreichen die Mitarbeiter per E-Mail, 31% persönlich, von Mitarbeiter zu Mitarbeiter, und 13% der Informationen werden im Intranet gefunden. 8% der befragten Mitarbeiter geben an, keine Informationen zu erhalten. Dieser Informationsfluss unterscheidet sich massgeblich von der privaten Nutzung. Es dominieren Social Media Plattformen mit ihren „Streams“. Und vor allem: Smartphones.

So erstaunt es nicht, dass 74% der befragten Mitarbeiter der Meinung sind, Informationen und Neuigkeiten des eigenen Unternehmens zu verpassen. Die traditionellen Kommunikationskanäle der Unternehmen und die Mediennutzung im privaten Umfeld stimmen nicht überein. Die Mitarbeiter erhalten die Informationen nicht. Bitteres Fazit: Unternehmen erstellen tollen Content; die Mitarbeiter bekommen es nur nicht mit!

Der Informationsfluss zwischen Unternehmen und Mitarbeitern ist jedoch die Grundlage, um Mitarbeiter als Botschaftern zu gewinnen – Startpunkt jeder Employee Advocacy Initiative.

Employee Advocacy Initiativen
Schritt 1: Mitarbeiter begeistern Schritt 2: Geschäftserfolg sicherstellen
Informieren:
Wertvolle Inhalte publizieren
Beteiligen:
Sicherstellen, dass Inhalte Mitarbeiter erreichen
Verbreiten:
Mitarbeiter auffordern und befähigen, Inhalte in ihren Netzwerken zu teilen
Messen:
Resultate der verbreiteten Botschaften analysieren

(eigene Darstellung)

Wie und mit welchen Inhalten Mitarbeiter informiert werden wollen

Die erwähnte Studie zeigt was wichtig wäre, um Mitarbeiter mit Inhalten zu erreichen:

  1. Mitarbeiter verlangen eine Kommunikationslösung für Smartphones. Dies geben 55% der befragten Mitarbeiter an.
  2. 53% der Mitarbeiter sind der Meinung, dass eine einzige Plattform für alle im Unternehmen kommunizierten Inhalte ausreichen muss.

Ebenso wird aus den Resultaten der Studie ersichtlich, welche Themen Mitarbeiter interessieren. Diese Themen haben eine bessere Chance in den Netzwerken der Mitarbeiter geteilt zu werden:

  • Produkt- und Servicebezogen, sagen 59%.
  • News, sagen 49%.
  • Kultur und Initiativen, sagen 38%.
  • Strategie, sagen 29%.

Employee Advocacy Initiativen müssen sich dementsprechend an diesen Themen orientieren. Im Vordergrund der Inhaltsplanung stehen Beiträge zu Produkten, Dienstleistungen und Neuigkeiten aus dem Unternehmen. Ansonsten fühlen sich die Mitarbeiter nicht abgeholt und werden die Inhalte nicht weiterverbreiten. Eine solche Employee Advocacy Initiative würde schnell zum Rohrkrepierer.

tltr: Viele Mitarbeiter fühlen sich schlecht Informiert. Ein guter Informationsfluss ist jedoch die Basis jeder Employee Advocacy Initiative.