Archiv der Kategorie: Praxis

Employee Advocacy: Zwei Tipps für erfolgreiches Onboarding

Der Erfolg von Employee Advocacy Programmen hängt massgeblich vom Onboarding der Mitarbeiter ab.

Im letzten Smarp Talk des Unternehmens Smarp gab Expertin Sarah Goodall, Gründerin von Tribal Impact,  zwei wertvolle Tipps, um das Onboarding der Mitarbeiter erfolgreich zu begleiten:

  1. Konsequenter Fokus auf die Mitarbeiter mit dem Ziel diese zu befähigen.
  2. Systematische Analyse der veröffentlichten und geteilten Links mit dem Ziel des Erfolgsnachweises.

Der ganze SmarpTalk „How to Onboard Employees into Employee Advocacy with Sarah Goodall“ mit vielen weiteren Tipps und Tricks kann unter dem folgenden Link nachgehört werden: https://soundcloud.com/user-553492795/smarp-talk-employee-advocacy-how-to-get-your-employees-onboard-with-sarah-goodall

Advertisements

Employee Advocacy: Mit Gamification zum Erfolg

Unter Gamification wird die Anwendung spieltypischer Elemente in einem eigentlich spielfremden Kontext verstanden.

Ob alt oder jung: Menschen lieben es zu spielen. Der Spass während des Spiels und der Ausblick auf einen Gewinn, lässt uns regelmässig an Spielen teilnehmen. Dieses Verhalten gewinnbringend für Unternehmen zu nutzen, ist Ziel von Gamification. Unter dem Begriff „Gamification“ wird folglich die Anwendung spieltypischer Elemente in einem eigentlich spielfremden Kontext verstanden.

Bei Employee Advocacy Tools gehören Gamification-Elemente, beispielsweise eine Rangliste der aktivsten Mitarbeiter, zum Standardprogramm. Immer mit dem Ziel, das Teilen von Inhalten spielerisch zu steigern.

Smarp, eine Lösung aus Finnland, geht einen Schritt weiter und hat dafür vor Kurzem den SmarpScore eingeführt.

SmarpScoregraph

SmarpScore (Smarp)

Der SmarpScore, eine Zahl zwischen 1-100, ist gemäss Aussage Seitens Smarp der erste „Professional Influencer Index“. Er misst den professionellen Einfluss der Mitarbeiter über die verschiedenen Social Media Netzwerke hinweg. Je höher der Einfluss eines Mitarbeiters, desto höher der SmarpScore. Die Kennzahl wertet dabei Qualität höher wie Quantität. Das heisst insbesondere Beiträge mit hohem Engagement und vielen Reaktionen verbessern den SmarpScore. Roope Heinilä, Co-Founder und CEO von Smarp, erklärt warum:

„One of the biggest issues with gamified Employee Advocacy programs has been their focus on quantity instead of quality. SmarpScore changes this dynamic completely by putting the emphasis on influence, instead of the amount of activity. We see this as a major step towards achieving our goal of inspiring all professionals to become influencers“.

Mit dem SmarpScore bietet Smarp neu seinen Kunden ein spannendes Gamification-Element an, welches hoffentlich dazu Beiträgt, dass die Nutzung der Plattform steigt und Employee Advocacy Projekte zu einem Erfolg werden.

SuisseEMEX 2016

Erkenntnisse von der SuisseEMEX 2016

Am 30. und 31. August 2016 fand die SuisseEMEX in der Messe Zürich statt. Ich war am zweiten Messetag anwesend. Obwohl die Zeit für Marketing- und Kommunikationsfachleute spannender denn je ist (Stichwort Digitalisierung), fehlten ein wenig die inspirierenden Wow-Momente. Nichtsdestotrotz konnte ich spannende Erkenntnisse aus den Referaten mitnehmen. Diese Erkenntnisse möchte ich hier in kompakter Form weitergeben.

Entfesseln Sie Ihr Marketing – Digitale Transformation im Marketing

Referent: Andreas Helios, Adobe

Unternehmen haben heutzutage mehr Gelegenheiten denn je, um in Kontakt mit Kunden zu kommen und Erlebnisse zu schaffen. Die technologischen Möglichkeiten müssen genutzt werden, um diese digitalen Erlebnisse noch besser zu gestalten. Dabei gilt folgende Grundregel für die Kommunikation: Inhalt, Kanal und Kontext müssen übereinstimmen.

Wie auch an anderer Stelle bereits prognostiziert, ist die klassische „Customer Journey“ tot. Dies hat grundsätzliche Auswirkungen auf das Management von Kundenbeziehungen und -kontakten. Ziel muss der Aufbau einer „Connected Customer Experience“ sein: persönlich, relevant, in Echtzeit und überall.

Marketing-Generation 2020: Wer langweilt, fliegt raus

Referentin: Katja Hofmann, KMU – kreative Marketingunterstützung

Drei Trends tauchen am Marketing-Horizont auf:

  1. Kunden erwarten eine individuelle und personalisierte Ansprache.
  2. Unternehmen müssen in Zukunft als Identifikationsstifter auftreten.
  3. Um als Unternehmen aufzufallen, gilt es „merk-würdig“ zu sein.

Entscheidend könnte der Umgang mit Trend Nummer zwei sein, also die Positionierung von Unternehmen als Sinn-stiftende Institutionen. Wer hier Hilfe sucht, der findet Rat bei Simon Sinek.

Zukünftig erfolgreiche Unternehmen, setzen alle Kräfte ein, um mit diesen Herausforderungen umzugehen. Das heisst, alle Mitarbeiter miteinzubeziehen. Denn gute Ideen sind nicht per se reglementiert auf die Führungsetage.

Grow your business exponentially with personal branding and social media sales funnels

Referentin: Sigrun Gudjonsdottir, Sigrun GmbH

Social Media ist für KMU ein spannendes Marketing-Instrument. Dabei führt ein Weg über den Aufbau eines „Personal Brands“. Frei nach dem Motto: „Turn passion into profit.“

Ein strategischer Ansatz für den Aufbau eines „Personal Brands“ liefert das Konzept des „Social Media Sales Funnels“. Folgender Weg kann dabei abgeschritten werden:

  1. Nutzung von Social Media und Aufbau von Reichweite;
  2. Erstellung von relevanten Inhalten und Distribution über Social Media;
  3. Aufbau einer Landing-Page als Hub und zur Sammlung von Kontaktdaten (E-Mail-Adressen);
  4. Nutzung von E-Mail-Marketing für den Aufbau von tiefergehenden Beziehungen und das Heranführen von potentiellen Kunden;
  5. Aufbau von Sales-Pages;
  6. Verkauf des Produktes und Abschluss.

Und ein Ratschlag zum Schluss: Der Aufbau eines „Personal Brands“ via Social Media geht einfacher von der Hand, wenn man Social Media gegenüber aufgeschlossen ist. Oder in den Worten von Sigrun Gudjonsdottir:

„It helps if you like being on Social Media.“

YouTube rockt: 5 Strategien für Video-Content

Referent: Christian Mossner, Canon

Eine erfolgreiche Nutzung von YouTube steht und fällt mit der Produktion von guten und Mehrwert stiftenden Videos. Christian Mossner kennt dafür fünf Erfolgsfaktoren:

  1. Die Story – Dramaturgie, Storytelling und menschliche Kommunikation.
  2. Die Auftrittskompetenz – Anrede, Anliegen, Argumente, Aufforderung und Abschluss.
  3. Die technische Umsetzung.
  4. Die crossmediale Publikation.
  5. Der Wille zum Erfolg – üben, üben, üben.

Social Media: Der Weg zur Social Company

In einem spannenden Paper beleuchtet Accenture Digital fünf Grundsätze, welche Unternehmen auf dem Weg zur Social Company befolgen müssen:

  1. Vollständig auf die Kunden konzentrieren.
  2. Konkreten Geschäftserfolgs und Return on Investment der Aktivitäten messen.
  3. Datenanalyse als Herzstück verstehen und etablieren.
  4. Maximale Agilität erreichen.
  5. Sämtliche Aktivitäten effektiv überwachen.

Und so könnte die Social Company der Zukunft gemäss den Experten von Accenture Digital aussehen:

5569_SocialMedia _POV_AW_LDM.indd

Elemente einer Social Company

(Accenture Digital)

Das Paper kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

https://www.accenture.com/us-en/insight-boil-better-ocean-five-core-tenets-creating-social-enterprise

Employee Advocacy: Handlungsbedarf für die Kommunikation

Von Employee Advocacy Initiativen profitieren alle beteiligten Parteien: Einerseits stärken Mitarbeiter ihren „Personal Brand“; andererseits können Unternehmen die zusätzliche Reichweite für sich nutzen. Dass dies keine leeren Versprechen sind, zeigen die folgenden zehn Statistiken.

Von Employee Advocacy profitieren alle Abteilungen eines Unternehmens

  • Unternehmen, welchen es gelingt, Mitarbeiter zu Botschaftern zu machen, haben einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Sie arbeiten bis zu 202% erfolgreicher (Quelle: MSLGroup).
  • CEO’s, welche auf Social Media Plattformen aktiv sind, können den Geschäftsverlauf positiv beeinflussen. 77% der Kunden sind dann eher bereit, Produkte zu kaufen (Quelle: MSLGroup).
  • Kunden vertrauen Mitarbeitern drei Mal mehr wie dem CEO (Quelle: Edelman). Dementsprechend ist es wichtig, dass Employee Advocacy Initiativen alle Mitarbeiter involvieren.
  • Die Reichweite kommunizierter Inhalte profitiert durch Employee Advocacy Initiativen ebenfalls. Warum, zeigt folgender Wert: Von Mitarbeitern geteilte Inhalte haben eine um 561% höhere Reichweite (Quelle: MSLGroup).
  • Diese Reichweite hat zudem eine gute Qualität. Inhalte, die von Mitarbeitern in ihren eigenen Netzwerken geteilt werden, erhalten acht Mal mehr Interaktionen (Quelle: SocialMediaToday).
  • Auch folgender Fakt ist spannend: 92% der Twitter-Follower kennen den Arbeitgeber des Twitter nutzenden Mitarbeiters nicht (Quelle: Cisco).
  • Employee Advocacy Initiativen unterstützen den Verkauf: 78% der Verkaufsmitarbeiter, die Social Media nutzen, übertreffen ihre Peers (Quelle: Forbes).
  • 84% der Entscheidungsträger im B2B-Umfeld beginnen den Kaufprozess mit einer Empfehlung (Quelle: Sales Benchmark Index).
  • Zudem ist die Conversion-Rate bei Leads, die über Mitarbeiter kommen, sieben Mal höher als bei herkömmlichen Leads. Die Kosten verringern sich um 13% (Quelle: IBM und Dynamic Signal).
  • Und zu guter Letzt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter dem Unternehmen erhalten bleiben steigt mit erfolgreichen Employee Advocacy Initiativen um 20% (Quelle: Altimeter).

Employee Advocacy funktioniert nur mit motivierten Mitarbeitern

Employee Advocacy Initiativen sind spannend. Sie funktionieren jedoch nicht ohne Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber. Diese Verbundenheit zum Unternehmen ist die Grundlage für Employee Advocacy. Das „Engagement“ der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Erfolg. „Engagement“ kann dabei wie folgt definiert werden:

„Gallup defines engaged employees as those who are involved in, enthusiastic about and committed to their work and workplace.“

(Gallup)

Man spricht deshalb auf Englisch auch von „engaged employees“.

Unternehmen erreichen die Mitarbeiter nicht – es fehlt an Verbundenheit

Lediglich ein Drittel der Mitarbeiter bezeichnet sich gemäss einer Gallup Studie als „engaged employee“. Keine gute Ausgangslage für Employee Advocacy Initiativen. Denn zwei Drittel der Mitarbeiter sind keine „engaged employees“.

Zweifellos besteht Handlungsbedarf: Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Mitarbeitern muss sich ändern, sich besser an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen, die Mitarbeiter besser abholen. Denn Potential ist vorhanden: Rund die Hälfte der Mitarbeiter nutzt Social Media privat. Jedoch nur ein Drittel tut dies geschäftlich. Hier besteht eine Lücke, welche angegangen werden muss. Dass viele Mitarbeiter gerne Botschafter des Unternehmens wären, hilft bei diesem Vorhaben. Zwei Drittel der Mitarbeiter sind gemäss einer Studie von Mindshare und Dynamic Signal sogar der Meinung, bereits als Botschafter für ihr Unternehmen aufzutreten.

Die interne Kommunikation muss sich an der Mediennutzung im privaten Umfeld orientieren

Die erwähnte Studie zeigt auch, wie Mitarbeiter an Informationen gelangen. Hier wird es spannend. Im Geschäft sieht der Informationsfluss wie folgt aus: 48% der Informationen erreichen die Mitarbeiter per E-Mail, 31% persönlich, von Mitarbeiter zu Mitarbeiter, und 13% der Informationen werden im Intranet gefunden. 8% der befragten Mitarbeiter geben an, keine Informationen zu erhalten. Dieser Informationsfluss unterscheidet sich massgeblich von der privaten Nutzung. Es dominieren Social Media Plattformen mit ihren „Streams“. Und vor allem: Smartphones.

So erstaunt es nicht, dass 74% der befragten Mitarbeiter der Meinung sind, Informationen und Neuigkeiten des eigenen Unternehmens zu verpassen. Die traditionellen Kommunikationskanäle der Unternehmen und die Mediennutzung im privaten Umfeld stimmen nicht überein. Die Mitarbeiter erhalten die Informationen nicht. Bitteres Fazit: Unternehmen erstellen tollen Content; die Mitarbeiter bekommen es nur nicht mit!

Der Informationsfluss zwischen Unternehmen und Mitarbeitern ist jedoch die Grundlage, um Mitarbeiter als Botschaftern zu gewinnen – Startpunkt jeder Employee Advocacy Initiative.

Employee Advocacy Initiativen
Schritt 1: Mitarbeiter begeistern Schritt 2: Geschäftserfolg sicherstellen
Informieren:
Wertvolle Inhalte publizieren
Beteiligen:
Sicherstellen, dass Inhalte Mitarbeiter erreichen
Verbreiten:
Mitarbeiter auffordern und befähigen, Inhalte in ihren Netzwerken zu teilen
Messen:
Resultate der verbreiteten Botschaften analysieren

(eigene Darstellung)

Wie und mit welchen Inhalten Mitarbeiter informiert werden wollen

Die erwähnte Studie zeigt was wichtig wäre, um Mitarbeiter mit Inhalten zu erreichen:

  1. Mitarbeiter verlangen eine Kommunikationslösung für Smartphones. Dies geben 55% der befragten Mitarbeiter an.
  2. 53% der Mitarbeiter sind der Meinung, dass eine einzige Plattform für alle im Unternehmen kommunizierten Inhalte ausreichen muss.

Ebenso wird aus den Resultaten der Studie ersichtlich, welche Themen Mitarbeiter interessieren. Diese Themen haben eine bessere Chance in den Netzwerken der Mitarbeiter geteilt zu werden:

  • Produkt- und Servicebezogen, sagen 59%.
  • News, sagen 49%.
  • Kultur und Initiativen, sagen 38%.
  • Strategie, sagen 29%.

Employee Advocacy Initiativen müssen sich dementsprechend an diesen Themen orientieren. Im Vordergrund der Inhaltsplanung stehen Beiträge zu Produkten, Dienstleistungen und Neuigkeiten aus dem Unternehmen. Ansonsten fühlen sich die Mitarbeiter nicht abgeholt und werden die Inhalte nicht weiterverbreiten. Eine solche Employee Advocacy Initiative würde schnell zum Rohrkrepierer.

tltr: Viele Mitarbeiter fühlen sich schlecht Informiert. Ein guter Informationsfluss ist jedoch die Basis jeder Employee Advocacy Initiative.