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Image Insights: Bilderkennung bei Brandwatch

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Diese bekannte Sprichwort gilt auch fürs Social Media Monitoring. Denn beim Veröffentlichen von Bildern, welche Logos von Marken enthalten, verzichten 80% der Autoren auf die Nennung der Marke im Beitrag. Und dementsprechend finden Monitoring-Tools, welche lediglich Texte bearbeiten, diese Bilder nicht. Ergo: Ohne ein Monitoring-Tool mit Bilderkennung, verpasst man als Unternehmen all diese Bilder!

Der Anbieter Brandwatch geht nun einen Schritt weiter: Die neue Lösung „Image Insights“ erkennt Logos in Bildern. Egal ob das eigene Logo oder das Logo der Konkurrenz.

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„Image Insights“ von Brandwatch in Aktion

Brandwatch gibt in den Unterlagen zu „Image Insights“ an, dass ihre Lösung zehn mal genauer arbeitet als die Lösungen der Konkurrenz. Das bedeutet: Weniger Spam und weniger Dubletten.

Für Nutzer von Monitoring-Tools bietet die Bilderkennung viele Vorteile und Anwendungsfelder. Brandwatch listet zehn solche Anwendungsfelder auf:

  1. Nutzergenerierte Inhalte entdecken
  2. ROI der Werbung berechnen
  3. Influencer entdecken
  4. Erkennen, wo Kunden Produkte (tatsächlich) nutzen
  5. Virale „Hits“ entdecken, bevor sie sich verbreiten
  6. Produktfeedback analysieren
  7. Missbräuche aufdecken
  8. Schädliche Inhalte frühzeitig entdecken
  9. Konkurrenz mittels Benchmarking analysieren
  10. Das eigene Logo überall finden

Weitere Informationen zu „Image Insights“ (inklusive Video): https://www.brandwatch.com/de/2017/06/image-insights/

Die Rolle von Social Media Monitoring im Conversational Marketing

Unter dem Begriff Social Media Monitoring wird die systematische Beobachtung des Internets anhand von vordefinierten Suchbegriffen mit anschliessender Analyse der gefundenen Daten verstanden. Dabei wird auf professionelle Tools zurückgegriffen.

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„Conversational Marketing“ und „Community Building“

Social Media Monitoring nimmt in Zeiten partizipativer Kommunikation und „Conversational Marketing“ eine wichtige Rolle ein. Über konstanten Dialog werden Kunden zum integrativen Bestandteil der Markenkommunikation. Dem Social Media Monitoring kommt die Rolle zu, Bedürfnisse und Erwartungen zu erkennen sowie über zuhören und lernen, den Dialog zu aktivieren respektive zu entfalten.

Wer im Internet über Social Media Monitoring zuhört, lernt viel über seine Kunden, weitere Anspruchsgruppen und sich selber:

  • Auf welchen Webseiten und Plattformen wird gesprochen?
  • Welche Plattformen sind relevant?
  • Wer spricht? Über welche Themen? In welcher Tonalität?
  • Sind die Kunden mit den Produkten und/ oder Dienstleistungen zufrieden?
  • Welche unerfüllten Bedürfnisse könnte man in Zukunft stillen?

Eines wird klar: Social Media Monitoring ist nicht nur für die Reputationssicherung und Krisenmanagement hilfreich. Viele Abteilungen eines Unternehmens profitieren: Produkt Manager (Weiterentwicklung von Produkten), Business Intelligence (Research-Daten) oder Kundendienst (Social Customer Care). Und damit auch das Unternehmen als Ganzes auf dem Weg zur „Social Company“.

Social Reputation Score: Der SIM Score als Erweiterung

Im vergangenen Jahr wurde auf diesem Blog der Social Reputation Score als Pendant zum Net Promoter Score vorgestellt. Der Social Reputation Score untersucht grob gesagt das Verhältnis von positiven, neutralen und negativen Nennungen einer Marke. Dieses Verhältnis wird als Sentiment bezeichnet.

Der SIM Score, erstmals 2009 erwähnt, geht einen Schritt weiter und setzt den markenspezifischen Wert ins Verhältnis zu einem Branchenwert. SIM steht für „Social Influence Marketing“ und der SIM Score wurde durch die Agentur Razorfish entwickelt.

Die Berechnung der Sentiment-Werte von Social Reputation Score und SIM Score unterscheidet sich leicht:

  1. Berechnung Sentiment beim Social Reputation Score:
    (Anzahl positive Nennungen x 100 + Anzahl neutrale Nennungen x 50 + Anzahl negative Nennungen x 0) / Anzahl Nennungen
  2. Berechnung Sentiment beim SIM Score:
    (Anzahl positive Nennungen + Anzahl neutrale Nennungen – Anzahl negative Nennungen) / Anzahl Nennungen

Den konkreten SIM Score erhält man in dem man den Wert für eine Marke dividiert durch den Wert für die Branche: Sentiment Marke / Sentiment Branche.

Eine spannende Erweiterung um markenspezifische Werte im Branchenkontext zu analysieren. So hat beispielsweise eine Erhöhung der neutralen Nennungen innerhalb der Branche rasch einen negativen Einfluss auf den SIM Score.

Diese Erweiterung mit Branchendaten funktioniert auch für den Social Reputation Score. Denn auch dieser kann sowohl für Marken als auch Branchen berechnet werden.

2015 im Rückblick: Lesestoff für den Jahresbeginn

Für alle, die sich mit digitalen Themen beschäftigen, war 2015 ein spannendes Jahr. Davon profitiert auch dieser Blog. Denn die Themen gehen so schnell nicht aus.

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Um die ruhigen Tage zu Beginn des Jahres nutzen zu können, sind hier noch einmal die fünf meistgelesenen Beiträge aus dem letzten Jahr zusammengestellt:

  1. “Employee Advocacy”: Mitarbeiter als Botschafter
  2. Monitoring: Neuer Tool Report von Goldbach Interactive
  3. Verhaltensökonomie: Learnings für Marktforschung und Marketing
  4. Employee Advocacy: Handlungsbedarf für die Kommunikation
  5. Social Media: Der Weg zur Social Company

Auch die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt. Daraus geht hervor, dass ein Cable Car in San Francisco knapp 20 Fahrten benötigen würde, um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren. Ein Dank geht deshalb an alle Leser dieses Blogs. Auf ein spannendes 2016…! 

Monitoring: Neuer Tool Report von Goldbach Interactive

Das Auffinden und die Analyse von relevanten Beiträgen im Social Web nennt man Social Media Monitoring. Für ein effizientes und effektives Monitoring greifen Unternehmen auf Tools zurück. Seit fünf Jahren nimmt Goldbach Interactive diesen Markt für Social Media Monitoring Tools unter die Lupe und vergleicht die unterschiedlichen Lösungen der Hersteller. Der Report ist eine wichtige Ressource, um den Überblick im dynamischen Social Media Monitoring Umfeld zu behalten. Wer den Markt seit Jahren genauer verfolgt weiss, wie komplex diese Aufgabe ist. Wobei eine weiterhin stattfindende Konsolidierung diese Aufgabe ein wenig erleichtert.

Viele bekannte Tools in der Top-Liste

In diesem Jahr war das Resultat der Untersuchungen wiederum eine interessante Liste mit den zehn besten Monitoring Tools.

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Die 10 besten Social Media Monitoring Tools

(Goldbach Interactive)

Im Vergleich zu den letzten beiden Jahren, wurde die Top-Liste um fünf Tools gekürzt. Das Team von Goldbach Interactive begründet dies damit, den Lesern eine noch bessere Entscheidungshilfe mitgeben zu wollen. Vergleicht man die Top-Listen der Jahre 2013, 2014 und 2015 erkennt man, dass lediglich die folgenden fünf Social Media Monitoring Anbieter in jedem Jahr in den Top-Listen auftauchen:

Brandwatch

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Brandwatch Analytics von Brandwatch

(Brandwatch)

Engagor

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Social Media Management mit Engagor

(Engagor)

Linkfluence

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Radarly von Linkfluence

(Linkfluence)

Synthesio

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Listening Plattform von Synthesio

(Synthesio)

Talkwalker

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Social Media Monitoring Tool von Talkwalker

(Talkwalker)

Engagor und Talkwalker zweifache Kategorien-Sieger – Brandwatch geht 2015 leer aus

Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf, dass Brandwatch in keiner Kategorie siegreich war. Die Siege in den sieben Kategorien gingen an die folgenden Anbieter:

  • „Search Capabilities“ – Vico Analytics;
  • „Source Type Coverage“ – Synthesio;
  • „Earned Media Analytics“ – Radarly;
  • „Engagement & Owned Media“ – Engagor;
  • „CRM-Functionalities“ – Engagor;
  • „Reporting & Alerting“ – Talkwalker;
  • „Performance & Data Volume“ – Talkwalker;
  • „Usability“ – Oracle Social Cloud.
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Beste Social Media Monitoring Tools nach Kategorien

 

(Goldbach Interactive)

Nach einem Jahr Unterbruch ist das Social Media Monitoring Tool von Sysomos zurück in der Top-Liste von Goldbach Interactive. Die Überarbeitung des Tools inklusive Erneuerung des Interfaces haben sich gelohnt. Gemäss Goldbach Interactive kommt das Tool nun benutzerfreundlich und frisch daher. Inwieweit die Trennung von Marketwire bei der Weiterentwicklung eine Rolle spielte, ist eine Frage deren Beantwortung offen bleibt. Erfreulich ist die Meldung, dass mit Media Focus ein Tool aus der Schweiz den Sprung in die Top-Liste geschafft hat. Die Schweizer Lösung überzeugte das Team von Goldbach Interactive mit seiner Grafik, den Such- und Analysefunktionen sowie den Reports.

Keine „All-in-One“-Lösung in Sicht

Wie oben beschrieben, gingen die beiden Social Media Monitoring Lösungen von Engagor und Talkwalker als einzige in zwei Kategorien als Sieger aus dem Vergleich hervor. Wobei die beiden Tools ihre Stärken in unterschiedlichen Kategorien – Engagement (Engagor) respektive Umgang mit Daten (Talkwalker) – haben. Unterschiedliche Stärken heisst auch, dass es weiterhin auf dem Markt keine „All-in-One“-Lösung gibt. Und in naher Zukunft auch nicht geben wird. Dafür sind die unterschiedlichen Anforderungen zu komplex. Wobei diese Aussage in einem Bereich nur mit Abstrichen stimmt: Viele Anbieter von Social Media Monitoring Tools sind sich mittlerweile bewusst, dass Unternehmen Monitoring Tools für den Dialog mit ihren Anspruchsgruppen nutzen wollen. Deshalb werden Funktionen eingebaut, welche den Dialog möglich machen. Oder die Anbieter wählen den Weg über eine Kooperation mit Anbietern von Social Media Management Tools und stellen Streams für die Integration bereit. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit von Hootsuite und Brandwatch in diesem Bereich.

Drei wichtige Trends für die Zukunft

Das Team von Goldbach Interactive erwähnt in ihrem Report drei wichtige Trends, welche den Markt für Social Media Monitoring Tools in der Zukunft prägen könnten:

  1. Realtime Monitoring
  2. Netzwerk-Analysen
  3. Public Dashboard und Insights

Realtime Monitoring gehört beispielsweise bei Twitter bereits seit einiger Zeit zum Standardprogramm. Jetzt bieten immer mehr Social Media Monitoring Tools die unmittelbare Erfassung von Daten an. Aus Sicht des Teams von Goldbach Interactive ist dies beispielsweise bei der Begleitung von Events ein wichtiger Vorteil. Netzwerk-Analysen erweitern das Influencer Management um eine spannende Komponente. Über die Analyse von Netzwerken können neben dominanten Top-Influencern weitere wichtige Akteure identifiziert werden. Durch die Analyse von Netzwerken geht der Fokus weg von der Betrachtung eines einzelnen Akteurs hin zur Analyse von Netzwerken, Beziehungen und Beeinflussungsmustern. Immer wichtiger wird zudem die öffentlichkeitswirksame Visualisierung der Daten und der gewonnen Erkenntnisse; zum Beispiel im Umfeld von Events oder als Element der internen Kommunikation. In diesem Bereich hat sich Brandwatch mit ihrer Brandwatch Vizia Lösung als Vorreiter positioniert.

Daneben stellt Goldbach Interactive in den folgenden Bereichen Verbesserungen fest:

  • Quellenabdeckung,
  • Location Based Monitoring,
  • Spracherkennung und
  • Sentiment-Analyse.

Der Umgang mit nicht-öffentlichen Daten

Mit einem spannenden Punkt trägt Mike Schwede auf Twitter zur Diskussion rund um die Entwicklung von Social Media Monitoring Tools bei:

Dabei geht es darum, dass Tools teilweise „Nonpublic Data“ von Facebook nicht verwerten und dementsprechend Beiträge nicht gefunden werden. Ein wichtiger Punkt bei der Nutzung von Social Media Monitoring für die Ableitung von Erkenntnissen. Denn ohne den Einbezug der nicht-öffentlichen Beiträge, sind Unternehmen auf einem Auge blind. Nutzt ein Unternehmen Social Media Monitoring hingegen für den Dialog mit seinen Zielgruppen, reicht der Zugriff auf öffentliche Daten aus. Denn die anonymisierten, nicht-öffentlichen Daten können für den Dialog nicht genutzt werden. Je nach Anwendungsfall sind nicht öffentliche Daten dementsprechend sehr relevant (Analyse) oder können vernachlässigt werden (Dialog). Wobei immer berücksichtigt werden muss, dass der Anteil von nicht-öffentlichen Beiträgen auf Facebook an der Gesamtheit an Beiträgen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich gross ist. Auf jeden Fall wird es spannend zu beobachten, zu welchem Zeitpunkt welche Social Media Monitoring Tools die Analyse von nicht-öffentlichen Daten anbieten werden. Das Rennen ist eröffnet.

Stefan Evertz und Katja Evertz haben auf ihrem Monitoring Matcher Blog ebenfalls über den Social Media Monitoring Tool Report von Goldbach Interactive berichtet. Wer auf der Suche nach weiteren Informationen zu diesem Thema ist, dem sind zudem die vergangenen Social Media Monitoring Reports von Goldbach Interactive zu empfehlen.

2014: https://www.goldbachinteractive.ch/insights/fachartikel/toolreport14-monitoring-tools

2013: http://www.goldbachinteractive.ch/insights/fachartikel/social-media-monitoring-tool-report-2013

2012: http://www.goldbachinteractive.ch/insights/fachartikel/social-media-monitoring-tool-report-2012

2011: http://www.goldbachinteractive.com/aktuell/fachartikel/social-media-monitoring-report-2011

Daneben bietet  G2 Crowd mit ihrem Social Media Monitoring Grid ebenfalls eine spannende Übersicht.

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Die besten Social Media Monitoring Tools

(G2 Crowd)

In dieser Übersicht werden derzeit die folgenden beiden Social Media Monitoring Tools als Leader bewertet: Social Studio und Brandwatch.

Und schlussendlich hat das Team von Goldbach Interactive – wie man es sich mittlerweile aus den letzten Jahren gewohnt ist – eine umfangreiche Infografik mit den wichtigsten Erkenntnissen erstellt.

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(Goldbach Interactive)

tltr: Brandwatch, Engagor, Radarly, Synthesio und Talkwalker sind zum dritten Mal in Folge auf Top-Liste von Goldbach Interactive.

Transparenz: comparis.ch, der Arbeitgeber des Autors dieses Beitrags, nutzt die Tools von Brandwatch und Hootsuite. Der Autor dieses Beitrages arbeitete von 2011 bis 2012 für Goldbach Interactive.

Reputation: Der Social Reputation Score als Pendant zum Net Promoter Score

Der Net Promoter Score (NPS), von Fred Reichheld, Bain & Company und Satmetrix entwickelt, besitzt seit der Einführung 2003 im Harvard Business Review Artikel „One Number You Need to Grow“ eine grosse Fangemeinde. Er ist ein Messinstrument für die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden. Entscheidend für den Erfolg der Kennzahl ist folgende Tatsache: Der Net Promoter Score korreliert in bestimmten Branchen mit dem Unternehmenserfolg.

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Ein positiver Net Promoter Score unterstützt den Geschäftsgang

(Bob Bob)

Der Net Promoter Score wird mittels Marktforschung ermittelt. Einer repräsentativen Stichprobe an Kunden wird folgende Frage gestellt:

„Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie ein Unternehmen, respektive eine Marke, einem Freund oder Kollegen weiterempfehlen werden?“

Promotoren versus Kritiker

Die Antworten werden auf einer Skala von 0 (unwahrscheinlich) bis 10 (sehr wahrscheinlich) gemessen. Dabei gelten Kunden, welche mit 9 oder 10 antworten, als Promotoren (auf Englisch: „Promoters“). Kunden die mit 0 bis 6 antworten sind hingegen Kritiker (auf Englisch: „Dectractors“). Jene Kunden, die mit 7 oder 8 antworten, gelten als indifferente Kunden. Sie werden weder den Promotoren noch den Kritikern zugeteilt. Der Net Promoter Score kann dann nach einer einfachen Formel berechnet werden:

NPS = Promotoren (in Prozent) − Kritiker (in Prozent)

Der Net Promoter Score beschreibt damit das Verhältnis zwischen Promotoren und Kritikern einer Marke oder eines Unternehmens. Die Skala reicht dabei von -100 (alle Kunden sind Kritiker und empfehlen Marke oder Unternehmen nicht weiter) bis +100 (alle Kunden sind Promotoren und empfehlen Marke oder Unternehmen weiter). Ein positiver Net Promoter Score (> als 0) gilt als gut, einer von über 50 ist hervorragend.

Social Reputation Score als Pendant zum Net Promoter Score

Neben der klassichen Marktforschung nutzen heute viele Unternehmen Social Media, um wichtige Erkenntnisse für die Geschäftsentwicklung abzuleiten. Unter anderem ist aus den Äusserungen von Kunden auf Social Media Plattformen die Bereitschaft eine Marke oder ein Unternehmen zu empfehlen ablesbar. Eine Social Media Kennzahl als Pendant zum Net Promoter Score ist deshalb eine spannende Möglichkeit, um klassische Marktforschung und Erkenntnisse aus Social Media zu verknüpfen.

Das Unternehmen Synthesio hat mit dem Social Reputation Score (SRS) eine Kennzahl entwickelt, die eine solche Verbindung herstellt. Wobei die Kombination von Net Promoter Score und Social Media keine neue Idee ist und bereits an anderer Stelle diskutiert wurde.

Analysen in Echtzeit und Wettbewerbsbeobachtung werden möglich

Synthesio’s Social Reputation Score untersucht die Kundenzufriedenheit in Echtzeit. Und dies nicht nur in Bezug auf das eigene Unternehmen. Durch die Möglichkeiten, welche Social Media Monitoring bietet, können auch Wettbewerber, respektive der ganze Markt, betrachtet werden.

Eine kontinuierliche Analyse des Social Reputation Scores kann beispielsweise verwendet werden, um

  • die Kundenzufriedenheit zu analysieren;
  • die Industrie zu vergleichen und Rückschlüsse aus dem Vergleich zu ziehen;
  • den Erfolg von Kampagnen zu messen;
  • das Management von Krisen zu unterstützen;
  • die Sicherstellung der Reputation zu erleichtern.

Einfache Berechnungsformel und Effizienz durch Fokussierung auf die richtigen Kennzahlen

Der Social Reputation Score berechnet sich folgendermassen:

SRS = (Anzahl positive Nennungen x 100 + Anzahl neutrale Nennungen x 50 + Anzahl negative Nennungen x 0) / Anzahl Nennungen

Der Social Reputation Score kann dementsprechend zwischen 0 (nur negative Nennungen) und 100 (nur positive Nennungen) variieren. Die Daten werden dem Social Media Monitoring Tool entnommen. Dabei ist wahlweise das eigene Unternehmen, einzelne Konkurrenten oder die ganze Industrie Untersuchungsgegenstand. Selbstverständlich funktioniert dies nicht nur mit dem Social Media Monitoring Tool von Synthesio.

Ein einfaches Beispiel dazu:

  • Sportmarken (Adidas, Asics, Nike, New Balance, Reebok)
  • Sprachliche Eingrenzung: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
  • Geographische Eingrenzung: Schweiz
  • Zeitraum der Datensammlung: 05.11.2015-04.12.2015
  • Social Reputation Score für alle  5 Sportmarken = 58.7
  • Social Reputation Score für Adidas = 62.4
  • Social Reputation Score für Asics = 55.1
  • Social Reputation Score für New Balance = 53.4
  • Social Reputation Score für Nike = 55.3
  • Social Reputation Score für Reebok = 50.6

Im Untersuchungszeitraum wurden insgesamt 25’362 Nennungen gefunden. Dabei variierte die Anzahl gefundene Nennungen von 332 (Asics) bis 13’394 (Adidas). Für dieses Beispiel wurden Daten von Brandwatch verwendet.

Neben dem bereits beschriebenen Vorteil der Vergleichbarkeit mit dem Net Promoter Score bietet die Berücksichtigung des Social Reputation Scores einen weiteren Vorteil: Die Konzentration auf eine konkrete Kennzahl bei der kontinuierlichen Messung und Analyse der Reputation. Dies erhöht sowohl die Effizienz als auch die Effektivität im Social Media Reporting. Ob nun im Unternehmen der Net Promoter Score bereits gemessen wird oder nicht, der Social Reputation Score ist eine spannende Kennzahl, welche jedes Social Media Reporting bereichert.

tltr: Der Social Reputation Score ist ein Pendant zum Net Promoter Score. Er ermöglich die Verbindung von Social Media und Marktforschung.